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Scherben

Do. 06.06.2024 | 19:00 - 21:00

Movie Night

Sophia Eisenhut & Max Eulitz, Laxlan Petras, Frances Scholz, Mark von Schlegell

Screening

Kunsthaus KuLe
Auguststraße 10, 10117 Berlin, Berlin-Mitte

Scherben präsentiert Videoarbeiten der Künstler*innen Sophia Eisenhut & Max Eulitz, Laxlan Petras, Frances Scholz und Mark von Schlegell. Die Filme werden im Kunsthaus KuLe gezeigt. 

Der in einem U-Boot gedrehte Film “Das Boot” von Sophia Eisenhut & Max Eulitz behandelt die Tragödie, der auf ungeklärte Weise über Bord gegangenen Sanitätsoffizier-Anwärterin Jenny Böken. Mit Referenzen zum griechischen Drama berührt der Film dabei Themen wie Femizid, den Bezug Deutschlands zum eigenen Militär, sowie zur psychischen Krankheit Psychose. 

Laxlan Petras Videoarbeit “The Encyclopedia of Intimate Life” kombiniert Text und Bilder aus zwei Büchern, "The Encyclopedia of Intimate Life" (1967) und Bilder aus "Kama Sutra" (beide Autoren unbekannt), Bücher, die aus der antiquarischen Sammlung Bookvica (Moskau/Tblisi) ausgeliehen wurden. Beide Bücher stammen aus der ehemaligen Sowjetunion und behandeln sexuelle Praktiken. Durch Petras collagenartige Zusammenstellung behandelt die Arbeit Vorstellungen von politischen Utopien und den Einfluss ideologischer Systeme bis in die privatesten und intimsten Momente.

"My Dinner With Merlin" von Frances Scholz und Mark von Schlegell ist ein experimenteller Dokumentarfilm, der sich mit den König-Artus-Mythen und ihrem heutigen Leben in der westlichen Kultur beschäftigt. Inmitten von Wiederaufführungen der Artus-Legenden und ihrer ursprünglichen keltischen Geschichten erörtert der Kulturkritiker und Autor Norman M. Klein die merkwürdige Hartnäckigkeit der Geschichten und ihren Zusammenhang mit der allgemeinen Sinnkrise, die in der postmodernen Konsumkultur zu beobachten ist. Insgesamt "dekonstruiert" der Film die scheinbare Solidität des Artus-Mythos, indem er die ödipalen Brüche und die "Präsenz der Abwesenheit" ihrer vorchristlichen, keltischen Wurzeln aufdeckt - sowie ihre lebendige Präsenz im Los Angeles von heute.

Anschließend findet ein öffentliches Gespräch zwischen den Künstler*innen und Lorenz Liebig (Scherben) statt.

Scherben

Scherben ist ein Ausstellungsraum in Berlin, der sich in einem ehemaligen DDR-Gebäudekomplex in der Leipziger Straße in Mitte befindet. Er wurde 2021 gegründet und zeigt zeitgenössische Kunst von internationalen Künstler*innen. Als gemeinnütziger Kunstverein initiiert Scherben die Förderung, öffentliche Präsentation und Vermittlung relevanter künstlerischer Ansätze. In seiner Ausstellungspraxis bringt Scherben junge und etablierte Positionen in Austausch und versucht so neue ästhetische Formen von Kritik und Schönheit zu finden. Neben dem Ausstellungsprogramm in Berlin kuratiert Scherben in Kooperation mit anderen Institutionen auch internationale Ausstellungen und Veranstaltungen.

Gegründet: 2021

Sitzgelegenheiten: Es sind ausreichend Stühle vorhanden.

Altersgruppen: Geeignet ab 14

Sprachen: Englisch, Es liegt ein Programmtext mit inhaltlicher Zusammenfassung der Arbeiten in deutsch aus.

Rollstuhlfahrer:innen | Kinderwagen: Der Veranstaltungsort ist im Erdgeschoss, es gibt allerdings eine Stufe zu überwinden. Es werden Menschen da sein, die gerne dabei helfen, die Stufe zu überwinden.

Toilette: Barrierefrei

Hörgeschädigte | Gehörlose Menschen: Nicht für taube Menschen geeignet. Die Filme werden über eine gute Anlage abgespielt, der Talk findet in einem Raum mit guter Akustik, allerdings ohne Mikrofone statt.

Neurodiversität: -

Blinde Menschen: Nicht geeignet