GUTS

Beth Collar

Ausstellung | Do. 25.06.2026 | 17:30 - 20:30

Beth Collar

Kuratiert von GUTS

GUTS, Engeldamm 64, 10179 Berlin-Kreuzberg

Ja, es ist die zweite Ausstellung von Beth Collar bei GUTS. Ja, wieder eine Einzelausstellung. Ja, wir wissen nicht, was Beth zeigen wird. Ja, wer weiß, vielleicht eine Performance oder eine Skulptur. Ja, aeroelastische Kräfte könnten in dieser Ausstellung eine Rolle spielen. Ja. Das ist spannend. Ja, das können auch Kinder verstehen. Ja, das Flattern hat den Sturm ausgelöst. Natürlich könnte auch eine Skulptur zerfallen. Ja, nichts hält ewig. Ja, GUTS ist in den Engeldamm 64 umgezogen. Ja, in Mitte. Ja, ein größerer Raum. Oh ja, die neuen Vorhänge sorgen für eine ganz andere Atmosphäre. Ja, es ist entscheidend, den Dialog am Laufen zu halten. Ja, zumindest um eine gewisse Autonomie zu bewahren. Natürlich ist das Material lebendig. Ja, die Vergangenheit ist präsent. Ja. Ich freue mich darauf. 

Beth Collar (geb. 1984 in Cambridge, England) ist eine interdisziplinäre Künstlerin, die versucht, in Berlin zu leben und zu arbeiten. In ihren Arbeiten bedient sie sich der Bildhauerei, der Erinnerung, der Zeichnung, des Geschichtenerzählens und der Performance, um zu ergründen, wie unbewusste Impulse durch Objekte geprägt werden und wie kollektive Ausstrahlungen der Vergangenheit die Gegenwart und das Persönliche beeinflussen. Indem sie das Vertraute fremd erscheinen lässt, erforschen ihre Arbeiten oft die nachhallende Resonanz überlieferter Bildwelten, insbesondere innerhalb der christlichen Ikonografie.

GUTS

GUTS ist ein von Künstlern geführter Raum, der auf dem Austausch unter Gleichgesinnten basiert. Ein fester Bestandteil des Raums ist ein großer weißer Vorhang, der den Raum in einen „weichen Raum“ verwandelt. Im Vordergrund stehen Dialog und Experimentierfreudigkeit, wodurch originelle Formen entstehen, die auf die ungewöhnlichen räumlichen Gegebenheiten der weichen Wände und geschwungenen Oberflächen reagieren.

Der Name GUTS lehnt sich an Ausdrücke wie „Bauchgefühl“ und „Mut haben“ an. Er verweist auf Formen der Entscheidungsfindung, die über die Kognition hinausgehen und bis ins enterische Nervensystem reichen, das oft als „zweites Gehirn“ bezeichnet wird – ein Ort der Intuition, der Stimmung und der Regulierung.

Die Falten des Vorhangs werden als vergrößertes Analogon dieser inneren Struktur gelesen. Unabhängig (un)finanziert, ermöglicht der Raum ein hohes Maß an Freiheit. Getragen von einem bewusst leichtgewichtigen Apparat fungiert GUTS als reaktionsfähige Ausstellungsplattform, ungebunden an normative Konventionen.Ausgehend vom öffentlichen Raum als eine Art Bühne untersucht Olga Hohmann dessen theatrale Dimensionen: Orte erscheinen als Kulissen, Übergänge als Szenen, Nutzungen oder Umnutzung als Rollen. Zwischen Sichtbarkeit und Entzug, zwischen Alltäglichkeit und Inszenierung entsteht ein Gefüge, das sich eindeutigen Zuschreibungen entzieht. Für ihre Performance bei BETON Berlin 31 entstehen aus fragmentarischen Verdichtungen, Beobachtungen zu Raum, Architektur, Öffentlichkeit und sozialer Choreografie. Das Publikum und die Nachbar*innen werden Teil einer räumlichen Situation, die sich zwischen Vortrag, Erzählung und Performance bewegt.

Gegründet: 2021

Barrierefreiheit

  • Für gehbehinderte oder auf einen Rollstuhl angewiesene Menschen zugänglich.
  • Für hörgeschädigte und gehörlose Menschen zugänglich.

Sitzgelegenheiten: keine Sitzgelegenheiten vorhanden
Altersgruppen: für alle Altersgruppen geeignet
Sprachen: Englisch; für den Besuch der Ausstellung sind keine Sprachkenntnisse erforderlich; Fragen können auch auf Deutsch oder Französisch gestellt werden
Rollstuhlfahrer:innen | Kinderwagen: ebenerdig zugänglich
Hörgeschädigte | Gehörlose Menschen: geeignet
Blinde Menschen: Wir präsentieren visuelle Kunst, die jedoch in Sprache übersetzt werden kann
Neurodiversität: Unser Raum wirkt beruhigend und fördert die Konzentration