Venus in Three Movements
Jordan Deal, Tabloid Press, Refuge Worldwide
ACUD Galerie, Veteranenstraße 21, 10119 Berlin-Mitte
*18:00 ACUD Hof bar
19:00 TABLOID Press mit Amelia Ada und Bishop Black
20:00 Jordan Deal: C a p e f o r c e Act II
21:30 C a p e f o r c e Act II
findet an einem Ort statt, der an dem Tag bekannt gegeben wird
Am Abend des 5. Juni präsentiert die ACUD Galerie „Venus in Three Movements: Part 1“, ein in Zusammenarbeit mit TABLOID Press entwickeltes Projekt, das über Refuge Worldwide übertragen wird. Mit dabei sind Amelia Ada, Bishop Black und Jordan Deal. Getränke sind den ganzen Abend über an unserer Bar im Innenhof erhältlich.
Im Umgang mit und gegen das Archiv – wo Abwesenheit, Fragmentierung und Stille als Beweise dienen – erstreckt sich „Venus in Three Movements“ über drei Achsen: Echo, Gossip und Alienation. Das öffentliche Programm bewegt sich durch Wort, Körper und Stimme – TABLOID Press übernimmt die poetische Ebene, Refuge Worldwide erweitert jede Veranstaltung durch die Übertragung, und eine wechselnde Gruppe von Performern trägt das Live-Werk gemeinsam. Teil 1 beginnt mit Echo: Handlungsmacht kehrt zu dem zurück, was vergraben war, wahrgenommen als feministisches und dekoloniales Material – klanglich, zeitlich, verkörpert. TABLOID Press lädt zwei in Berlin lebende Künstler*innen ein, Jordan Deal in der ersten Ausgabe zu begleiten: die Dichterin Amelia Ada und den Performancekünstler Bishop Black, deren Arbeiten jeweils Echos der Verkörperung nachzeichnen, sei es in Syntax oder Partitur. Jordan Deals „Capeforce“ kommt zum ersten Mal nach Berlin als eine sich wandelnde Oper, abgestimmt auf Julius Eastmans klangliche Provokationen. Bruch und Kollision sind ihre choreografischen Mittel; schwarzes Öl eine figurenverschlingende, anomale Glätte. Eine Partitur für hauntologische Widersprüche, anhaltende kollektive Resonanz. Akt I findet im Innenhof des ACUD statt; Akt II entfaltet sich an einem Ort, der am Tag der Aufführung bekannt gegeben wird.
ACUD Galerie
Die ACUD Galerie ist der Ausstellungsraum des 1991 in Berlin-Mitte gegründeten Vereins ACUD MACHT NEU e.V. Eingebettet in das Kunsthaus ACUD – das zudem ein Theater, ein Kino, einen Club, ein Tonstudio und einen Innenhof beherbergt – entwickelt die Galerie ihr Programm im Dialog mit der Infrastruktur des Hauses. Die Galerie lädt Künstler*innen und Kurator*innen ein, Ausstellungsreihen und Einzelpräsentationen in Verbindung mit performativen, klanglichen und diskursiven Formaten zu konzipieren. Ihr Programm befasst sich mit Fragen der Dekolonialisierung, feministischer und queerer Praxis, verkörpertem Wissen, Postkapitalismus und Multiperspektivität. Die Ausstellungen werden durchgehend von partizipativen Rahmenprogrammen – Lesungen, Performances, Workshops und öffentlichen Gesprächen – begleitet, die ein nachhaltiges Engagement fördern sollen. Die Projekte entstehen in langfristigen Kooperationsbeziehungen mit Künstlerinnen, Forscherinnen, Kulturschaffenden und Community-Organisator*innen.
Gegründet: 1991