Kleine Humboldt Galerie

Desire Paths

Ausstellung | Sa. 20.06.2026 | 16:00 - 22:00

Lauriane Daphne Carl, Itchi Fleischer, Oljanna Haus, Amber Hummel, Nico Dietz & Peter Ormerod

Kuratiert von: Kleine Humboldt Galerie

Culterim | Spaces | Berlin, Rossmann, Brunnenstraße 105-109, 13355 Berlin-Gesundbrunnen

Auch als Trampelpfade bekannt, erscheinen Desire Paths zunächst als beiläufige Spuren alltäglicher Bewegung. Doch sie machen sichtbar, wie Raum durch Nutzung, Ausschluss und Aneignung geformt wird. Zwischen vorgegebenen Wegen und gelebten Abweichungen eröffnen sie Perspektiven auf soziale Machtverhältnisse und die Frage, wer sich wie durch Räume bewegen kann. Die Gruppenausstellung Desire Paths // On traces of longing and (re)making space (17.-20.06.2026) der Kleinen Humboldt Galerie lädt dazu ein, diesen Spuren zu folgen. Gemeinsam mit fünf künstlerischen Positionen nähert sie sich alternativen Denk- und Lebensweisen und setzt neue Orientierungspunkte, die besonders auf das lokale Zeitgeschehen Bezug nehmen. In interdisziplinären Formaten – von Installationen über Malerei, Fotografie, audiovisuelle Kunst bis hin zu Performance – verhandeln die Arbeiten Fragen von Gemeinschaft, digitalen Lebensrealitäten sowie Erinnerung, Identität und Sichtbarkeit.  

Darüber hinaus wird ein Vermittlungsprogramm bestehend aus partizipativen Formaten wie Desire Walks, einer Lesung, Performance und einer kollektiv zu gestaltenden Karte angeboten. Ausgehend davon ist die Finissage als großer Festivaltag angelegt und wird selbst zur Experimentierfläche. Künstler*in Itchi Fleischer (they/them) macht in einer Performance den eigenen Körper zugleich als Objekt und als Träger von Gewalt und Entmenschlichung des Femininen erfahrbar. Unter Einbezug mythologischer Symbole und ikonografischer Bezüge wird das Verhältnis von Körper, Raum und Erinnerung sichtbar. So wird die Performance zu einem situativen Ereignis: ein Desire Path, der sich räumlich wie symbolisch am Festivaltag vollständig entfaltet. Besuchende sind anschließend eingeladen, die ehemalige Ladenfläche durch die künstlerischen Positionen neu zu entdecken. Mit Ende der Finissage verlassen wir den Ausstellungsort und machen uns zusammen auf, um mit der Veranstaltungsreihe “Abartig“ Gemeinschaft und Clubkultur zu feiern. Neue Wege entstehen, wenn wir sie gemeinsam gehen. 

Kleine Humboldt Galerie

Die Kleine Humboldt Galerie (KHG) ist eine ehrenamtliche Projektinitiative zur Konzeption und Realisierung  von Kulturveranstaltungen. Seit 2009 wird die KHG von Studierenden aller Berliner Hochschulen organisiert und realisiert jedes Jahr diverse Ausstellungsprojekte und -events. Das Kollektiv bietet Studierenden die Möglichkeit, frei nach ihren Interessen unterschiedlichste kuratorische Formate zu erproben. Dabei profitieren wir als Kollektiv von der individuellen Expertise und den vielfältigen Hintergründen unserer Mitglieder. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, ein kostenloses Programm zu veranstalten, das Besucher*innen und Mitwirkende durch ein umfassendes Vermittlungsangebot mit einbezieht. Wir möchten Formate schaffen, in denen junge Menschen Zugang zu für sie relevanten Themen finden und künstlerische Praktiken kennenlernen können. Da die KHG über keinen festen Ausstellungsort verfügt, nutzen wir die Möglichkeit, immer wieder neue Räumlichkeiten zu bespielen. In der Vergangenheit wurden dabei diverse Themen der Berliner Gegenwartskultur ausgehend von der Perspektive junger Kunstschaffender auf die Großstadt behandelt.

Gegründet: 2009

Barrierefreiheit

  • Für gehbehinderte oder auf einen Rollstuhl angewiesene Menschen zugänglich.
  • Aufzug mit Rollstuhl nutzbar.
  • Für hörgeschädigte und gehörlose Menschen zugänglich.

Sitzgelegenheiten: Stühle und eine Bank vorhanden
Altersgruppen: Die Ausstellung und die Performance sind nicht für Kinder ausgerichtet.
Sprachen: Deutsch, Englisch, Ohne Deutsch- und Englischkenntnisse sind die Ausstellung und die Performance auch visuell erfahrbar. Wir bemühen uns, Begleitmaterial auf weiteren Sprachen bereitzustellen.
Rollstuhlfahrer:innen | Kinderwagen: ebenerdig und über Aufzug zugänglich
Aufzug: ja
Hörgeschädigte | Gehörlose Menschen: geeignet
Blinde Menschen: nicht zugänglich
Neurodiversität: Wir bemühen uns im Rahmen der Ausstellung um stimulationsarme Rückzugsmöglichkeiten.
Weitere Ankündigungen: Bei Fragen oder Hinweisen zur Barrierefreiheit gerne vor Besuch der Ausstellung an das Team der Kleinen Humboldt Galerie wenden: kleinehu@hu-berlin.de