Raum für drastische Maßnahmen

PLUS ONE

Performance | Mi. 10.06.2026 | 17:00 - 21:30*

Caroline Beach + Elena Louise Bastert Feuerhake, Jeiryung Lee + Chi-Hsuan Lo, Laura Dee Milnes + Faye Bowker, Jannis Weu + tender tantrum

Kuratiert von Melo Börner + Hanna Steinert

Raum für drastische Maßnahmen, Oderstraße 34, 10247 Berlin-Friedrichshain

*17:00, 18:30, 20:00, 21:30 4 Performances, jeweils etwa. 30 min

Mit PLUS ONE lädt Melo Börner vier Performance Künstlerinnen für das Project Space Festival ein, die wiederum vier Performance Künstlerinnen eingeladen haben. Das Publikum erwartet im Raum für drastische Maßnahmen ein offenes, experimentelles und stetig wachsendes Abendprogramm. Die Performances finden ihren Ausgangspunkt in der Ausstellungsumgebung, die sich queerer Existenz und Ästhetiken des Punk widmet.
Dort aktivieren sie jeweils ihre eigenen Geschichten: Mit Hang zum Drama bewegt sich Elena Louise Bastert Feuerhake zwischen Video, Sound und Kostüm. Laura Dee Milnes kreiert kurze, pointierte und skurrile DIY-Performances. Caroline Beach schafft Performances, die nicht an der Schnittstelle von irgendetwas stehen, sondern darauf abzielen, die Schaffung von Bedeutung durch den Körper und in Zusammenarbeit mit ihm zu praktizieren. Jannis Weu und tender tantrum beschwören ein liminales Wesen, das anzügliche, unverständliche Gedichte murmelt, sich in widersprüchlichen Posen windet und über Ränder von Sprache und Körper gleitet. Ausgehend von alltäglichen Beobachtungen untersuchen Jeiryung Lee und Chi-Hsuan Lo in ihren jeweiligen Ausdrucksformen, Text und Sound, das Gefühl des „Andersseins“ und was es bedeutet, nicht dazuzugehören.
Im Verlauf des Abends entsteht aus und zwischen den Performances ein vielschichtig vernetztes Bild kollektiver und widerständiger Praxis.

Raum für drastische Maßnahmen

Der Raum für drastische Maßnahmen (R) ist ein experimenteller Ausstellungsraum für kreative Prozesse und soziale Beziehungen, der sich für Toleranz, Empathie und Selbstermächtigung einsetzt. Um Rassismus, Sexismus sowie ökologischer und wirtschaftlicher Ausbeutung als negative und destruktive Kräfte unserer Gegenwart entgegenzuwirken, bietet der Raum eine kollaborative, nicht-kommerzielle Plattform für zeitgenössische Ästhetik, auf der kreative Ideen frei konzipiert, gestaltet und verwirklicht werden können.

Gegründet: 2011

Barrierefreiheit

  • Für gehbehinderte oder auf einen Rollstuhl angewiesene Menschen zugänglich.

Sitzgelegenheiten: ca.30 - solide Stahlrohrstühle
Altersgruppen: ab 16
Sprachen: Englisch, 1 Performance auch mit Deutschen Elementen, Inhaltliche Erklärungen und Vermittlungen in Deutsch, Englisch und Spanisch möglich.
Rollstuhlfahrer:innen | Kinderwagen: ebenerdig zugänglich, mobile Rampe vorhanden
Hörgeschädigte Menschen: Sound wird technisch verstärkt
Gehörlose Menschen:
nicht zugänglich
Blinde Menschen: bedingt geeignet (Soundelemente)
Neurodiversität: unser Team ist thematisch aufmerksam und sensibilisiert
Weitere Ankündigungen: Bei Verwendung entsprechender Technik, wie z.B. Blitzlichtern, wird diese vor der Performance angekündigt